Optimiertes Warenmanagement: Neues Logistikzentrum des Europa-Park ist in Betrieb - 21.01.2017

Lieferungen schneller verarbeiten, Zeit einsparen und Warenbewegungen in Deutschlands größtem Freizeitpark ökonomischer und effizienter gestalten – das garantiert das neue 8.000 Quadratmeter große Logistikzentrum. Auf der Fläche des ehemaligen Mitarbeiterparkplatzes dient das Lager als zentrale Warenannahmestelle für den gesamten Europa-Park. Seit Ende 2016 werden Produkte für fünf verschiedene Bereiche unter dem Dach des Logistikzentrums gelagert und verwaltet. Neue Büro- und Besprechungsräume sowie eine Bushaltestelle für die Angestellten des Europa-Park sind ebenso im Zuge des Baus entstanden.

Das neue Logistikzentrum vereint folgende Bereiche: Parkgastronomie, Shopping & Games, Marketing, Zentraleinkauf und Human Resources. Ankommende Waren werden an den fünf Anfahrrampen auf der Westseite des Gebäudes entgegengenommen, geprüft und anschließend eingelagert oder gleich in die zuständigen Abteilungen im Europa-Park gebracht. Dieses moderne Warenmanagement garantiert einen ökonomischeren und ökologischeren Ablauf sowie einen ressourcenschonenderen Work-Flow im Vergleich zu den zuvor dezentralen Strukturen. „Der Bau des Logistikzentrums ist ein wichtiger Schritt für die zukünftige Entwicklung unseres Familienunternehmens“, erklärte Jürgen Mack, Inhaber des Europa-Park, bei der Begehung des Lagers nach der Inbetriebnahme am Donnerstag, 19. Januar 2017. „Es ist eine Investition in unsere Mitarbeiter, in unsere Infrastruktur und für unsere Gäste, täglich einen noch reibungsloseren Parkbetrieb sicherzustellen“, so Mack weiter.

Das Lager bietet Platz für bis zu 2.000 Paletten-Stellplätze, einen Fachbodenbereich mit 1.400 laufenden Metern für die Lagerung kleinerer Artikel sowie einen großen Kühl- und Tiefkühl-Bereich, in dem Lebensmittel zwischen minus 18 bis plus 14 Grad korrekt gelagert werden. Insgesamt sind rund 20.000 Artikel aus den Bereichen Gastronomie, Shopping, Marketing, Technik und Verwaltung ständig verfügbar. Mit der vergrößerten Lagerkapazität reduziert sich die Zahl der Anlieferungen der externen Lieferanten und bietet schon jetzt Lagerfläche für Waren und Artikel, die künftig für das Wasser-Erlebnis-Resort benötigt werden. Die Gesamtfläche des Logistikzentrums beträgt 8.000 Quadratmeter. Es ist während der Saison sieben Tage die Woche von 6 bis 22 Uhr besetzt. Wenn der Europa-Park geschlossen ist, wird es von Montag bis Freitag mindestens von 7 bis 16 Uhr geöffnet sein.

Verbesserte Infrastruktur erleichtert Abläufe

41 Büroräume und Besprechungszimmer für die Bereiche Parkgastronomie, Shopping & Games, Human Resources und der zentralen Beschaffung sind im Logistikzentrum ebenso integriert. Somit werden künftig beispielsweise Personal- und Lieferantengespräche außerhalb des Verwaltungsbereiches geführt, was den Partnern und Bewerbern die Anreise erleichtert. „Im neuen Logistikzentrum sind Arbeitsplätze für rund 100 Mitarbeiter geschaffen worden“, sagte Mauritia Mack bei der Begehung. Sie leitet zusammen mit Ralf Stumpf die Shopping & Games Abteilung. „60 gastronomische Betriebe sowie 68 Shopping-Filialen werden vom neuen Lager aus beliefert“, ergänzte Thomas Risch, Leiter Logistikzentrum.

Für die Süßwarenherstellung ist ein separater Küchenbereich angelegt, der für den gesamten Europa-Park produziert. Zusätzlich können in einer Testküche neue Gerichte für die Parkgastronomie kreiert werden. Ebenso werden darin künftig Lehrlinge im Gastronomiebereich ausgebildet.
Im Zuge des Baus wurde auf dem Gelände auch eine Bushaltestelle errichtet, sodass die Mitarbeiter die Möglichkeit haben, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln besser und schneller den Arbeitsweg zu bewältigen.

Professionalisierte Auslieferungsprinzipien greifen

Eine spezielle Warenwirtschaftssoftware für die Bereiche Park- und Hotelgastronomie sowie Shopping sorgt für ökonomischere Abläufe innerhalb des Lagers. Zwei neue Routen-Züge ermöglichen dank der absenkbaren Ladefläche eine bequeme und ebenerdige Be- und Entladung von Waren. Pro Zug (Zugmaschine plus zwei Anhänger) können maximal drei Tonnen, verteilt auf sechs Stellplätze, ausgefahren werden. Das bedeutet, dass künftig zeitgleich unterschiedliche Bereiche mit Tiefkühl- und Trockenwaren oder auch Shopping-Artikeln und Marketing-Materialien beliefert werden können. Weiterhin wird ein zusätzliches Absenkfahrzeug die Parkperipherie, das Europa-Park Hotel Resort und das zukünftige Wasser-Erlebnis-Resort mit Waren versorgen.

Baubeginn war der 1. März 2016. Die Inbetriebnahme erfolgte Ende November. Der Umzug aller Abteilungen war im Januar 2017 abgeschlossen. Die Gesamtkosten für das neue Logistikzentrum belaufen sich auf zehn Millionen Euro.

Foto 1: Effiziente Abläufe garantiert: (v.l.n.r.) Thomas, Roland, Jürgen und Mauritia Mack freuen sich über die Inbetriebnahme des Logistikzentrums
Foto 2: Rund 20.000 Artikel aus den Bereichen Gastronomie, Shopping, Marketing, Technik und Verwaltung sind darin ständig verfügbar
Foto 3: Auf einer Gesamtfläche von 8.000 m² werden künftig alle Waren des Europa-Park gelagert und verwaltet
Foto 4: Thomas Risch leitet das neue Logistikzentrum des Europa-Park

Zahlen und Fakten zum neuen Logistikzentrum:
Allgemeine Fakten:
- Gesamtfläche: 8.000 m²
- Maximale Hallenhöhe: 12,5 Meter
- Länge & Breite: 90x60 Meter
- Grundfläche Lagerhalle: ca. 5.500 m²
- Grundfläche Büros & Besprechungsräume: ca. 900 m²
- Grundfläche Kühllager: ca. 700 m²
- Grundfläche Lager im 1. OG: ca. 620 m²
- Grundfläche Leergutlager: ca. 480 m²
- Grundfläche Süßwaren- und Testküche: ca. 100 m²
- Lagerfläche: Fachbodenregale: rund 1.400 laufende Meter
- Lagerfläche: Paletten-Plätze: 2.000 Stück
- 2 Routen-Züge (Max. Kapazität pro Zug: 3 Tonnen auf 6 Euro-Stellplätzen)
- 1 Absenkfahrzeug (Max. Kapazität pro Fahrzeug: 2,2 Tonnen auf 8 Euro-Stellplätzen)
- Anzahl Büros & Besprechungsräume: 41
- Anzahl Arbeitsplätze Büro & Lager: ca. 100
- Bauzeit rund neun Monate
- Investitionssumme: zehn Millionen Euro

Sonstiges:
- zeitgleich bis zu 150 Bauarbeiter aus rund 40 Gewerken auf der Baustelle
- ca. 5.000 m Fußbodenheizung in der Halle
- ca. 850 m³ Stahlfaserbeton
- ca. 100 km Leitungen
- 16 Tonnen Mais werden pro Jahr für die Popcorn-Herstellung benötigt
- 450 Tonnen Pommes frites werden pro Jahr konsumiert




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Zusätzlich zum Pressetext des Europa-Park möchten wir noch ein paar Anmerkungen an euch weitergeben, die wir im Zuge des Presserundgangs am 19.01.2017 erfahren haben:

- Nicht mehr benötigte, aber noch einwandfreie Lebensmittel (z.B. Teile einer Großpackung) werden den Tafeln gespendet. (Bild 34 und 35)
- Die Süßwarenküche beliefert ab Saisonstart 2017 diejenigen Filialen und Shops des Parks, welche bisher keine eigene Herstellung hatten und von den herstellenden Shops/Filialen mitbeliefert wurden. Wo bisher im Park selbst hergestellt wurde, wird dies auch weiterhin so sein. (Bild 24 ff)
- Ein Flur im Obergeschoss erstreckt sich auf der gesamten Länge des Gebäudes und könnte mit seinen fast 90 Metern beinahe eine Sprintstrecke aufnehmen. (Bild 13)
- ... und dann gibt es noch die "Rendering-Farm":

Stichwort "Rendering-Farm":
In einem Teil-Lager stehen untypischerweise ganz viele Rechner die vor sich hinklackern und surren. Es handelt sich hierbei um momentan einige Dutzend Geräte, die für die Medienproduktion zuständig sind. Da sich der Europa-Park zunehmend auch im Medien-Bereich bewegt, sind diese enormen Rechenleistungen nötig. Die hier stehenden Komponenten, sind gerade dabei den Film von "Project V" zu rendern. Ein einzelner Rechner benötigt hier aufgrund der großen Datenmenge für eine Sekunde fertigen Film 10 Tage Berechnung.
Die momentan aufgestellten Geräte sind erst der Anfang. In der Folge wird (auch in Hinblick auf die Zusammenarbeit mit Ambient Entertainment) der Rendering-Park bis zu 750 Geräte enthalten.
Und warum genau hier? Nun, man nutzt die von den Rechnern ausgehende Abwärme für die Energiegewinnung für das gesamte Gebäude. Ganz schön clever!


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